





Gestern waren Martin und ich bei unserem ersten Asado (typisch argentinisches Grillfest). Die Familie von Josés (unser Mitbewohner) Freundin hatte uns netterweise eingeladen. Um 10:00 Uhr machten wir uns dazu auf um zu deren Haus zu fahren. Dort angekommen wurde ich von deren Katze angefallen, die offensichtlich Gefallen an meinem Deo gefunden hatte und mir unter die Achsel biss. Glücklicherweise war die Katze noch recht klein, so dass nichts passiert war, jedoch hatte das Vieh erstaunliche Ähnlichkeit mit Christinas Katze Pia (siehe Foto). Danach fuhren wir etwa 20 Minuten aus der Stadt raus zu einem kleinen Landgut, wo das eigentliche Asado stattgefunden hat. Dort wurde – genau wie in der übrigen Region – Wein angebaut. Der Hausherr ließ uns auch direkt von seinen in Schnaps eingelegten Trauben kosten. Vor unserer Asado Premiere hatten Martin und ich noch eine andere: Wir haben zum ersten Mal das argentinische Nationalgetränk Mate-Tee gekostet. ¡Que rico ! würde der Argentinier sagen. Der Tee schmeckte wie eine Mischung aus schwarzem Tee und ein bisschen Pfefferminz. Das Ungewöhnliche ist, dass es über eine Art Strohhalm verzehrt wird.
Danach haben wir uns mit Pool-Billard und Kicker vergnügt. Gegen 15:00 Uhr ging das Essen los. Ich hatte ein wenig bedenken, da beim Asado fast alles von einem Rind gegrillt wird und das nicht unbedingt dem europäischem Geschmack entspricht. Aber ubre und sesos wurden gar nicht serviert und die anderen nicht so leckeren Dinge wie Darm oder Zunge musste man nicht essen. Die Runde hatte dafür Verständnis, dass wir Europäer solche Dinge nicht unbedingt kosten wollten. Das „normale“ Fleisch war dafür (ungewürzt!) wirklich unglaublich lecker. Selten so gutes Fleisch gegessen. Nach dem Essen haben Martin und ich uns die Zeit mit sonnen und Luftgewehrschiessen vertrieben. Ein Wort zur Sonne. Nicht nur dass sie den ganzen Tag scheint, sie brennt unglaublich stark, da hier die Ozonschicht leider nur sehr dünn ist. Danach wurde ein Gesellschaftsspiel gespielt (was sich jedoch angesichts mangelnder Sprachkenntnisse mitunter als schwierig gestaltete) und Kuchen gegessen. Gegen 20:00 Uhr war alles vorbei und ich konnte zu Hause diesen Blog Eintrag in Ruhe bei einem Quilmes (sehr gutes argentinisches Bier) verfassen.
¡Hasta luego!
1 Kommentar:
Hallo Andreas,
Christina war so lieb und machte mich auf diese Seite aufmerksam und habe gerade mit leichtem fernweh Parallelen zu meinem Brasilienaufenthalt erkannt. Mate Tee, Grillen, ungewürztes überaus leckeres Fleich und andere Köstlichkeiten!
Ich hoffe sehr es geht dir gut und du lernst, trotz Martin, fleißig spanisch???!
Hier in Deutschland verpasst du natürlich das legendäre Pützchens Markt und bombige 12 Grad mit Schauern...
Halte uns weiter auf dem Laufenden und stell auch mal Fotos von dir rein, damit wir sehen wie du getoastet aussiehst!
Liebste Grüße von der "Schwägerin" Kathrin
Kommentar veröffentlichen